Malik Tillman denkt über Abschied von Bayer 04 Leverkusen nach

Bei Bayer 04 Leverkusen steht der nächste potenzielle Problemfall im Raum. Malik Tillman zieht nach nur einer Saison in Betracht, den Verein zu verlassen. Der offensive Mittelfeldspieler beabsichtigt, die bevorstehende Weltmeisterschaft mit den USA zu nutzen, um sich für andere Klubs ins Schaufenster zu stellen. Laut einem Bericht der SPORT BILD hat Tillman mit seiner Situation in Leverkusen „weitgehend abgeschlossen“. Der Verein würde einem Verkauf nicht grundsätzlich im Weg stehen, allerdings nur, wenn ein interessierter Klub mindestens 35 Millionen Euro bietet – die Summe, die Bayer im letzten Sommer an PSV Eindhoven überwiesen hatte. FC Fulham soll unter den Interessenten sein. Ursprünglich galt Tillman als Hoffnungsträger für die Zeit nach Florian Wirtz. Nach starken Jahren bei Eindhoven unterschrieb der US-Nationalspieler einen Vertrag bis 2030 und sollte eine zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld übernehmen. Doch der Start verlief chaotisch: Trainer Erik ten Hag, der Tillman unbedingt verpflichten wollte, musste nach drei Pflichtspielen gehen. Unter Nachfolger Kasper Hjulmand fand Tillman nie wirklich in seine Rolle. Besonders die Positionsfrage stellte sich als problematisch heraus. Während Tillman bei PSV als halblinker Achter im 4-3-3 glänzte, setzte Hjulmand ihn häufig als hängende Spitze ein. In der Rückrunde verlor Tillman sogar seinen Stammplatz und wurde oft nur spät eingewechselt. Bereits im Frühjahr äußerte Tillman intern seinen Frust über die Kommunikation im Verein. Er hatte das Gefühl, nicht ausreichend integriert zu sein und keine wirkliche Rolle als Führungsspieler zu spielen. Diese angespannte Situation verstärkt seine Wechselgedanken zusätzlich. Tillman ist nicht der einzige teure Sommertransfer, der enttäuschte. Auch Equi Fernandez und Eliesse Ben Seghir haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen, was die Situation in Leverkusen weiter verkompliziert.
Source: 90PLUS - 2026-05-29