Jonas Boldt könnte als neuer Sportchef bei Hannover 96 zurückkehren

Der frühere HSV-Boss Jonas Boldt steht möglicherweise vor einer Rückkehr in eine Leitungsrolle im Profi-Fußball. Laut übereinstimmenden Berichten von "Sport Bild" und "Sky" ist der 44-Jährige der Top-Kandidat für die vakante Position an der Vereinsspitze des Zweitligisten Hannover 96. Boldt soll großes Interesse an einem Engagement bei den Niedersachsen haben, die in der vergangenen Saison als Tabellenvierter den Aufstieg knapp verpassten. Es gab bereits Kontakte, da er den Klub in strategischen Fragen beriet. Wie beim HSV möchte Boldt auch in Hannover über den sportlichen Bereich hinaus tätig sein. Zuletzt lehnte er ein Angebot des dänischen Top-Klubs FC Kopenhagen ab, da er dort nur als Sportvorstand agieren sollte. Eine wichtige Voraussetzung für eine Zusage an Hannover 96 ist, dass die Gesellschafter um Martin Kind sowie der e.V. an einem Strang ziehen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Unstimmigkeiten zwischen diesen Parteien. Aktuell gibt es bereits einen CEO in Hannover. Diese Position wird seit Anfang April von Björn Bremer ausgefüllt, der perspektivisch die Nachfolge von Kind antreten soll. Zuvor hatte Boldt von 2019 bis 2024 als Sport-Vorstand beim HSV gedient und war auch lange für Bayer Leverkusen tätig. In den letzten Monaten war er nicht nur in Kopenhagen ein Thema, sondern auch bei Hertha BSC, wo Gespräche aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen abgebrochen wurden. Weitere Klubs wie der 1. FC Köln und die TSG 1899 Hoffenheim interessierten sich ebenfalls für ihn. Auch beim FC Schalke 04 galt Boldt als Kandidat, bevor Frank Baumann verpflichtet wurde. Boldt äußerte sich zu den Gerüchten und sagte: "Ich schließe erst mal gar nichts aus und bin sehr gesprächsbereit."
Source: sport.de - 2026-05-27