UEFA-Reform spaltet den europäischen Fußball in zwei Klassen

Die UEFA hat am Mittwoch im Exekutivkomitee eine umstrittene Reform beschlossen, die eine faktische Zweiteilung des europäischen Fußballs zur Folge hat. Fans aus San Marino, Gibraltar, Malta, Liechtenstein und den Färöer-Inseln kritisieren dies in einem gemeinsamen Statement als ungerecht und fordern ein Recht auf Teilhabe. Nach der EM 2028 in Großbritannien und Irland wird ein neues Gruppensystem in der Qualifikation eingeführt. Die 36 Mannschaften aus den oberen beiden Nations-League-Klassen bilden Liga 1, während der Rest in Liga 2 landet. Die drei Gruppensieger aus Liga 1 qualifizieren sich direkt für das Turnier, während die weiteren Plätze über Playoffs vergeben werden, an denen auch Teams aus Liga 2 teilnehmen. Die Fans argumentieren, dass diese Reform kleinere Nationen wie Liechtenstein benachteiligt und ihnen die Möglichkeit nimmt, gegen die besten europäischen Teams anzutreten. Die Entscheidung wird als Widerspruch zur UEFA-Werbung mit dem Slogan #footbALL wahrgenommen, der besagt, dass der Fußball allen gehört. Das Bündnis der Fans sieht dies als unvereinbar mit den Werten, die die UEFA propagiert. Kritiker bemerken, dass die Einführung der Nations League bereits für mehr Spiele auf Augenhöhe sorgte und fragen sich, warum die UEFA nun das Qualifikationssystem erneut verändert. Die EM-Qualifikation war bisher das Format, das alle 55 Mitglieder zusammenbrachte, und die neuen Regelungen könnten die Sichtbarkeit und die Entwicklungsmöglichkeiten für kleinere Verbände stark einschränken.
Source: Fever Pit'ch - 2026-05-24