Polens Skisprung-Nationalmannschaft geht neue Wege mit experimenteller Traineraufteilung

Polens Skisprung-Nationalmannschaft geht neue Wege mit experimenteller Traineraufteilung

Die vergangene Skisprung-Saison war für Polen alles andere als erfolgreich. Lediglich das Supertalent Kacper Tomasiak sorgte für positive Nachrichten. Infolgedessen entschied sich die polnische Skisprung-Nation zu tiefgreifenden Änderungen, einschließlich Spekulationen über das mögliche Aus von Nationalcoach Maciej Maciusiak. Skisprung-Legende und Verbandspräsident Adam Małysz enthüllte in einem Interview mit "TVP Sport", dass die Nationalmannschaft in Zukunft in zwei Trainingsgruppen aufgeteilt wird, die von verschiedenen Trainern geleitet werden. "Es wird weder eine Aufteilung nach Alter noch nach Trainingszentren geben. Drei ausgewählte Spieler werden für eine bestimmte Phase zu einem Trainer gehen, die anderen drei zum anderen", erklärte Małysz. Während Maciej Maciusiak die eine Hälfte des A-Kaders betreuen wird, wird Michal Doleżal, der bis zum Karriereende von Kamil Stoch dessen Privattrainer war, die andere Gruppe leiten. Małysz bezeichnete das Vorgehen als "Experiment" und äußerte Vertrauen in den Erfolg des Modells: "Ich weiß, dass es in einigen anderen Ländern etwas Ähnliches gibt und dass es dort funktioniert." Zusätzlich wird Stefan Horngacher eine wichtige Rolle einnehmen. Małysz berichtete: "Ich war sogar bei einem Training dabei, bei dem Stefan die Einheit leitete und gemeinsam mit den Trainern bestimmte Änderungen vorstellte. Es ist toll, dass er sich so aktiv einbringt." Małysz äußerte sich optimistisch über die Zusammenarbeit des Trainertrios: "Nach Gesprächen mit Michal, Maciek und Stefan weiß ich, dass diese Gefahr nicht besteht." Die neue Rolle von Doleżal sollte nicht als Entmachtung von Maciusiak verstanden werden, sondern vielmehr als eine Unterstützung: "Er ist sozusagen ein Assistent, aber nicht in dem Sinne, dass der Cheftrainer allein das Sagen hat."

Source: sport.de - 2026-05-27